FAQ: Genossenschaft

Hinweis:

Bitte studieren Sie die Satzung der LEW BürgerEnergie eG. Diese ist die allein ausschlaggebende rechtliche Grundlage, auf der Sie Ihren Beitritt als Genosse zur LEW BürgerEnergie eG erklären. 

Die nachfolgenden FAQ geben Ihnen lediglich einen Überblick über die meistgestellten Fragen bei einer Genossenschaftsbeteiligung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

1. Warum eine Genossenschaft?

Die Gesellschaftsform der eingetragenen Genossenschaft (eG) zeichnet sich durch mehrere Punkte aus. Sie ist einerseits ähnlich einem Verein direkt auf die Interessen ihrer Mitglieder ausgerichtet. Weiterhin ist sie demokratisch organisiert. Jedes Mitglied hat genau eine Stimme, unabhängig von der Höhe der Beteiligung. Andererseits unterliegen Genossenschaften einer strengen wirtschaftlichen und rechtlichen Prüfung, was sich auch in der äußerst geringen Insolvenzrate von unter einem Prozent pro Jahr zeigt. Und letztlich sind die wirtschaftlichen Aktivitäten einer Genossenschaft für ihre Mitglieder sehr transparent.

2. Wie lautet der Unternehmensgegenstand der LEW BürgerEnergie eG?

Unternehmensgegenstand der LEW BürgerEnergie eG ist:

a)  Erwerb, Errichtung, Betrieb und Unterhaltung von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung und Steigerung der Energieeffizienz;

b)  Der Absatz und die Vermittlung von regenerativer Energie in Form von Strom und Gas, sowie Wärme, auch unter Einbeziehung von Energiemanagementsystemen im Haushaltsbereich;

c)  Die Unterstützung und Beratung in Fragen der regenerativen Energiegewinnung und der Energieeffizienz einschließlich Information, Beratung, Produktverkauf und Produktvermittlung an Mitglieder und Dritte zu diesen Themen, sowie Öffentlichkeitsarbeit;

d)  Gemeinsamer Einkauf, Bau, Betrieb, Steuerung von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung und Vermarktung von Strom für Mitglieder und Dritte;

e)  Die Beteiligung an regionalen und lokalen Projekten aus den Bereichen Energieeffizienz, regenerative Stromerzeugung und Breitbandverkabelung.

3. Gibt es ein Risiko bei einer Investition in eine Genossenschaft?

Eine Genossenschaft ist ein wirtschaftlich tätiges Unternehmen. Daher ist eine Genossenschaftsbeteiligung immer eine langfristige Beteiligung. Die LEW BürgerEnergie eG ist daher zunächst für die Dauer bis zum 31.12.2035 gegründet worden. 

Durch den Betritt als Genosse werden Sie Mitglied bei der LEW BürgerEnergie eG. Ihre Investition unterliegt damit den üblichen unternehmerischen Risiken. Im schlimmsten Fall muss eine Genossenschaft bei einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung Insolvenz anmelden. Für Sie als Anleger kann dies den Verlust Ihrer Investition bedeuten. 

Bei der LEW BürgerEnergie eG wurde in der Satzung aufgenommen, dass keine Nachschusspflicht für die Mitglieder besteht. Damit wird das Risiko auf die Genossenschaftseinlage begrenzt.

4. In welche Projekte investiert die LEW BürgerEnergie eG?

Die LEW BürgerEnergie eG investiert in den Bau und den Betrieb von regenerativen Energieerzeugungsanlagen und in Maßnahmen zur Energieeffizienz. 

Als erstes Projekt hat die LEW BürgerEnergie eG den PV-Park in Bobingen erworben.

5. Welche Rolle spielt die Lechwerke AG?

Die Lechwerke sind Gründungsgenosse der LEW BürgerEnergie eG. Der Vorstand ist mit kompetenten Mitarbeitern der Lechwerke AG besetzt, sodass sichergestellt ist, dass in der LEW BürgerEnergie eG von Beginn an mit hohem Know-how die richtigen unternehmerischen Entscheidungen getroffen werden, um eine positive wirtschaftliche Entwicklung sicherstellen zu können.

6. Wer kann der Genossenschaft beitreten?

Grundsätzlich sieht die Genossenschaftssatzung vor, dass jedermann als Genosse der LEW BürgerEnergie eG beitreten kann, d.h. natürliche Personen, Personengesellschaften und juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts.

7. In welcher Höhe kann man sich als Genosse beteiligen?

Die Pflichteinlage für jeden Genossen beträgt 50,00 €.

8. Was passiert, wenn ich nicht rechtzeitig einzahle?

Die LEW BürgerEnergie eG bestimmt eine Einzahlungsfrist, da derartige Beteiligungsmodelle erfahrungsgemäß schnell vergriffen und mehrfach überzeichnet sind. Es wird daher davon ausgegangen, dass die LEW BürgerEnergie eG nicht alle Interessenten bedienen kann. Erfolgt die Einzahlung der Einlage für die Genossenschaftsanteile nicht rechtzeitig, so steht der LEW BürgerEnergie eG das Recht zu, sich vom abgeschlossenen Vertrag wieder zu lösen. Anschließend wird die LEW BürgerEnergie eG den Beitritt einem anderen Interessenten von der „Warteliste“ anbieten. Stellen Sie also sicher, dass die Einlage rechtzeitig auf dem Konto der LEW BürgerEnergie eG eingeht.

9. Was ist ein Aufgeld?

Genossen, die später der Genossenschaft beitreten, müssen davon ausgehen, dass zu der Pflichteinlage ein Aufgeld in Höhe eines von der Generalversammlung festzusetzenden Prozentsatzes gezahlt werden muss. Dieses Aufgeld fällt der Genossenschaft zu und ist nicht gewinnberechtigt.

10. Wann kann man frühestens seine Mitgliedschaft in der Genossenschaft kündigen?

Die Mitgliedschaft in der Genossenschaft kann mit einer Frist von drei Jahren zum Jahresende ordentlich gekündigt werden. Es kann jeder Genossenschaftsanteil gesondert gekündigt werden. 

Beachten Sie jedoch bitte, dass es sich bei einer Genossenschaftsbeteiligung um eine langfristige Kapitalanlage handelt. Die LEW BürgerEnergie eG ist derzeit mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2035 gegründet worden.

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11. Was passiert beim Tod eines Genossen?

Verstirbt ein Genosse, so gehen die Genossenschaftsanteile an den/die Erben oder Vermächtnisnehmer über.

12. Kann man die Genossenschaftsanteile übertragen?

Ja. Die Übertragung von Genossenschaftsanteilen an dritte Personen ist möglich.

13. Kann man aus der Genossenschaft ausgeschlossen werden?

Ja. Der Ausschluss eines Genossen ist durch Beschluss immer zum Ende eines Geschäftsjahres möglich. Einem auszuschließenden Genossen wird vorab die Gelegenheit gegeben, sich zum geplanten Ausschluss zu äußern. Die Ausschlussgründe sind in § 8 der Satzung abschließend aufgeführt.

14. Was passiert nach Beendigung der Mitgliedschaft in der Genossenschaft?

Endet eine Mitgliedschaft bzw. wird ein Genossenschaftsanteil gekündigt, erhält der ausscheidende Genosse bzw. der Genosse, der einen Genossenschaftsanteil gekündigt hat, ein sogenanntes Auseinandersetzungsguthaben. Maßgeblich für die Auseinandersetzung ist der festgestellte Jahresabschluss der Genossenschaft. Im Fall eines Verlustvortrages wird dieser auf den Genossenschaftsanteil verrechnet. In allen anderen Fällen erhält der ausscheidende Genosse den Nominalwert des Geschäftsguthabens binnen sechs Monaten nach Ausscheiden ausgezahlt. Um ein Anspruch auf Rücklagen oder das sonstige Vermögen der Genossenschaft zu haben, muss der Genosse bis zur Beendigung der Genossenschaft Mitglied sein gem. § 42 der Satzung.
Zu beachten ist, dass die Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens dann ganz oder teilweise ausgesetzt werden kann, wenn das satzungsmäßige Mindestkapital der Genossenschaft gem. § 34 der Satzung unterschritten würde.

15. Welche Rechte hat ein Genosse?

Genossenschaftsmitglieder können eine Generalversammlung einberufen, Tagesordnungspunkte anmelden, wählen und gewählt werden. Weiterhin nehmen die Genossen an den Ausschüttungen der Genossenschaft entsprechend ihrer Anteile teil. Genossen können in die wirtschaftlichen Unterlagen der Genossenschaft (Jahresbericht und Lagebericht) Einsicht nehmen. Letztendlich hat jeder Genosse bei der Generalversammlung unabhängig von der Anzahl der Genossenschaftsanteile eine Stimme und Auskunftsrecht bei der Generalversammlung.

16. Was ist eine Generalversammlung?

Eine Generalversammlung ist die Versammlung aller Genossenschaftsmitglieder. Hier werden Beschlüsse gefasst, die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats gewählt, über die Verwendung eines Jahresüberschusses beschlossen uvm.

17. Gibt es eine Nachschusspflicht?

Nein. Die Nachschusspflicht ist in der Satzung der Genossenschaft ausgeschlossen worden. Das bedeutet, dass ein Genosse nicht über seine Einlageverpflichtung hinaus mit persönlichem Vermögen haftet.

18. Was passiert wenn die Genossenschaft aufgelöst wird?

Wird in der Generalversammlung mit der in der Satzung vorgesehenen ¾-Mehrheit beschlossen, dass die Genossenschaft aufgelöst, d.h. liquidiert wird, nimmt jeder Genosse im Verhältnis seiner Genossenschaftsanteile an dem Liquidationserlös teil.